Schlauchprüfstand mit digitalem Know-how

Digital Hero Simon Stangassinger nutzt smarte Messdatenerfassung bei der Prüfung von Schläuchen

Digitale Qualitätssicherung

Ob Feuerwehr, Schneekanonen oder Landwirtschaft - Schläuche sind überall in Verwendung. Dabei zeichnet sie vor allem Langlebigkeit, Widerstandsfähigkeit und Formstabilität aus.

Um bei der Produktion genau diese Kriterien sicherzustellen, setzen die Thöni Industriebetriebe auf eine digitale Qualitätssicherung und Know-how von Digital Hero Simon Stangassinger.

Bis um Schlauch-Platzer
Pumpt man Wasser in einen Schlauch und erhöht dabei laufend den Druck, platzt irgendwann der Schlauch. Bis dahin gilt es, möglichst viele Daten wie Druck, Dehnung des Testobjektes oder die Zeitspanne  bis zum Knall zu erfassen. Damit hat sich das Team rund um Simon Stangassinger und Manuel Kramer vom Technischen Gymnasium Telfs im vergangenen Schuljahr befasst. „Im ersten Moment klingt es relativ einfach, eine solche Messdatenerfassung für einen Platzdruckprüfstand zu entwickeln. Doch in diesem Projekt waren nicht nur Programmier-Skills, sondern auch andere Kenntnisse von Physik, Mathematik bis zur digitalen Bildverarbeitung gefragt“, erklärt Simon Stangassinger.

Qualität sichern
Dazu rüsteten die Schüler den bestehenden Prüfstand mit jeder Menge technischer Komponenten aus. „Über den Drucksensor erhalten wir Daten zum steigenden Wasserdruck. Mit der Kamera messen wir die Längendehnung und Verdrehung des Schlauches“, kennt sich Manuel Kramer bei der Hardware aus. Somit wird beim Prüfverfahren Wasser in den Schlauch gepumpt und der Druck erhöht. Dabei bewegt und dehnt sich der Schlauch, bis er platzt – eine Menge Daten, die während des Verfahrens anfallen. „Damit sie nicht nur erfasst, sondern auch aufbereitet, visualisiert und gespeichert werden können, habe ich eine Software dafür entwickelt“, erklärt Simon. Dabei lag der Fokus auf einer übersichtlichen Darstellung und einer einfachen Bedienung des Programms.

Digitales Know-how nutzen
„Mit dem Technischen Gymnasium Telfs nebenan, bieten sich gemeinsame Projekte an. So erhalten die Schüler nicht nur wertvolle Einblicke in die Praxis, sondern sehen auch, wie ihre Ideen tatsächlich im Betrieb eingesetzt werden“, freut sich der Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung Dr. Oliver Schennach über die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Unternehmen. Mit den Daten des Prüfstandes erweitert Thöni nun die Qualitätssicherung. Zudem verwendet das Unternehmen die Informationen zur Weiterentwicklung der verschiedenen Schläuche. Mit seinen digitalen Superkräften und dem Know-how seiner Teamkollegen hat Simon Stangassinger nicht nur die Messdaten zugänglich gemacht, sondern auch als Digital Hero die digital.tirol-Fachjury überzeugt.

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