In einfachen Schritten Daten heben

Wer Daten seiner Kunden erhebt uns auswertet, kann seine Produkte und Services besser an deren Wünsche anpassen. Foto: iStock.

Daten sammeln und verwerten - So geht's!

Nicht nur "die anderen" sammeln Daten ihrer Kunden und Nutzern - und ziehen daraus unternehmerischen Vorteil.


Egal ob einkaufen, informieren, weiterbilden oder beraten lassen – wir können heute (fast) alles über das Internet erledigen. Und wir tun es auch. Dadurch hinterlassen wir Unmengen an Informationen über uns und unser Nutzerverhalten. Gesammelt werden all diese Daten in den Suchmaschinen und auf den zahlreichen Webseiten, die wir besuchen. Eine Webseite ist heutzutage also mehr als bloß eine digitale Visitenkarte. Richtig analysiert, liefert sie wichtige Informationen über bestehende und potenzielle neue Kunden. Aber wie kommt man an die Daten? Und was für Maßnahmen lassen sich daraus ableiten? Wir erklären es Schritt für Schritt.

Schritt 1: Das richtige Tool
Webseiten und Online-Shops bieten ein enormes Datenpotenzial. Doch um dieses auch ausschöpfen zu können, muss auf Ihrer Website ein entsprechendes Tracking- und Analyse-Tool implementiert werden. Viele Unternehmen setzen hierbei auf Google Analytics. Der Haken: Alle gesammelten Daten gehören Google und dürfen von dem Internetriesen ebenfalls weiterverwendet werden. Eine beliebte Alternative ist daher Matomo. Bei dieser Analyse-Plattform gehören die gesammelten Daten ausschließlich Ihnen. Das heißt, damit behalten Sie auch die Kontrolle über die Informationen Ihrer Kunden.

Schritt 2: Daten sammeln
Wenn das entsprechende Tracking-Tool implementiert ist, können diese zum einen Informationen wie Datum, Uhrzeit, IP-Adresse, den ungefähren Ort des Internetanschlusses, das Betriebssystem, den Browsertypen samt Sprache und Version sowie die Website, von der der Zugriff kommt, erfassen. Online-Shops liefern zudem nützliche Transaktionsdaten und persönliche Account-Informationen. Die Traffic-Kennzahlen beziehen sich wiederum auf die Anzahl der Nutzer, die Ihre Website besuchen, sowie deren Handlungen. Etwa welche Links und Produkte sie anklicken oder wie weit sie auf einer Seite nach unten scrollen. Übrigens: Auch Newsletter oder Stammkunden-Karteien können zahlreiche Informationen liefern. Wichtig ist dabei, dass alle gesammelten Daten in einem einheitlichen System erfasst werden. So können sie einfacher miteinander verglichen und umfassend analysiert werden.

Schritt 3: Nutzerdaten analysieren
Ihre Website trackt nun also fleißig Informationen über die Besucher. Doch was verraten diese Daten überhaupt? Sie sagen Ihnen allerhand: Dachten Sie, sie wären lediglich lokal angesiedelt? In der Analyse sehen Sie, woher Ihre User tatsächlich kommen. Oder wie viele User Ihre Website in den letzten 30 Tagen besucht haben. Ob es eher Männer oder Frauen sind, neue oder wiederkehrende User. Wie lange sie auf ihrer Seite bleiben, verrät Ihnen, ob die Inhalte, die sie bereitstellen, passend für Ihre Zielgruppe sind. Zudem ist die Verweildauer auch ein wichtiger Faktor für das Google Ranking. Die Absprungrate zeigt hingegen, wie viel Prozent der User eine bestimmte Unterseite wieder verlassen. Sie erkennen also, was Ihren Kunden gefällt und was nicht. Welche Inhalte nützlich sind und welche Sie ggf. adaptieren sollten.

Schritt 4: Insights clever nutzen
Mit Hilfe der gewonnenen Erkenntnisse aus der Analyse lassen sich nun Maßnahmen ableiten, die Ihren Webauftritt verbessern oder im besten Fall Ihren Verkauf steigern. Hat z. B. Ihr letzter Blogbeitrag deutlich mehr User erreicht, lohnt es sich womöglich, weitere Artikel zu dieser Thematik zu verfassen. Gibt es Produkte, die derzeit weniger gekauft werden, brauchn Ihre Kunden vielleicht mehr Informationen. Zahlreiche Maßnahmen lassen sich also mit einfachen Schritten umsetzen. Wer jedoch das nächste Level anstrebt, kommt um sogenannte Machine Learning Algorithmen nicht drum herum. Ihre Erkenntnisse lassen ganz gezielt darauf schließen, welche Maßnahmen zu treffen sind. Etwa indem sie ermitteln, welche Produkte häufig zusammengekauft werden.

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