Gut gemacht statt gut gemeint

Dialog statt Monolog ist das Um und Auf in den Social Medias. Foto: iStock.

Social Media: Einsteiger-Tipps für KMUs

Hier ein Like hinterlassen, da die neusten Nachrichten lesen und nebenbei noch einen Schnappschuss vom Spaziergang posten - keine Frage Social Media Plattformen gehören längst zu den wichtigsten Kommunikationskanälen unserer Zeit.

Allein in Österreich nutzen rund 50 % der Gesamtbevölkerung regelmäßig soziale Medien, um sich mit anderen Menschen auszutauschen. Was das für Unternehmen bedeutet? Enormes Potenzial, um auf sich aufmerksam zu machen und Kunden oder neue Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Wir haben für Sie hilfreiche Tipps zusammengestellt, damit die ersten Schritte in den Sozialen Medien gelingen.

Die Qual der Wahl: Welche Plattform eignet sich am besten?
Viele Unternehmen glauben, sie müssten auf allen Kanälen präsent sein – sparen Sie sich das! Überlegen Sie stattdessen, welche Plattformen für Ihr Unternehmen wirklich Sinn machen. Instagram und Pinterest leben in erster Linie von visuellem Content. Auf Facebook sind die Nutzer hingegen eher bereit, längere Texte zu lesen. Während sich die User bei YouTube gerne detaillierte Tutorials oder Interviews anschauen, bewegen sich bei TikTok die Clips nur mehr zwischen 15 und 30 Sekunden. Und Plattformen wie LinkedIn oder Xing werden vor allem zum Netzwerken genutzt. Wichtig ist also, seine Zielgruppe zu kennen. Denn nicht jede Altersgruppe ist in jedem Netzwerk gleich vertreten. Snapchat und TikTok boomen vor allem bei jüngeren Generationen, wohingegen über die Hälfte der Facebook-Nutzer in Österreich bereits älter als 35 Jahre sind.

Eine gute Planung ist das A und O
Damit einher gehen zudem Überlegungen zu Ihren Zielen. Sollen potenzielle Bewerber einen Einblick in Ihren Unternehmensalltag bekommen? Möchten Sie mehr Menschen erreichen? Oder wollen Sie Aufmerksamkeit für Ihre Produkte schaffen? Vorab klar definierte Ziele sind wichtig, damit Sie auch langfristig in den Sozialen Medien erfolgreich sind. Um diese den aus den Augen zu verlieren, kann ein Redaktionsplan hilfreich sein. Darin halten Sie fest, wann welcher Inhalt auf welchem Kanal gepostet wird. Dabei dürfen Sie ruhig langfristig denken, denn wenn der Plan erst einmal steht, können Sie und Ihr Team vieles im Voraus vorbereiten. Tipp: Wenn Sie auf unterschiedlichen Plattformen vertreten sind, veröffentlichen Sie auch andere Inhalte. So bieten Sie den Usern einen Grund mehr, Ihnen auf jedem Kanal zu folgen.

Mittendrin statt nur dabei: do’s and don’ts auf Social Media
Wenn die Zielgruppe feststeht, der Kanal ausgewählt und der Content-Plan erstellt ist, dann geht es ans Eingemachte. Denn jetzt gilt es, tatsächlich aktiv zu werden. Wichtig dabei:

  • Geben Sie alle wichtigen Informationen in Ihrem Profil an, die Sie auch auf Ihrer Website teilen. Von der Branche über Standort und Öffnungszeiten bis hin zur URL – die User wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben.
  • Posten Sie regelmäßig und halten Sie Ihre Community über Neuerungen auf dem Laufenden. Dabei muss nicht jeder Post weltbewegend sein. Auch ein Schnappschuss aus dem Unternehmensalltag reicht manchmal völlig aus.
  • Reagieren Sie auf Nachrichten, denn Ihre User wollen ernst genommen werden. Jede Frage, jeder Kommentar und jedes Feedback – egal ob positiv oder negativ – verdient daher eine Antwort.
  • Kreieren Sie eine eigene Bildsprache, das lohnt sich vor allem auf Plattformen wie Instagram und Pinterest. Denn damit schaffen Sie einen Wiedererkennungswert und sorgen auf Ihrem Profil für ein professionelles Auftreten.
  • Bleiben Sie authentisch und haben Sie Spaß. Zwar ist der qualitative Anspruch der User in den letzten Jahren gestiegen, doch vor allem wünschen sich die Nutzer echte Inhalte und Einblicke. Warum also nicht mal etwas wagen und bei einer außergewöhnlichen Challenge teilnehmen?

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