Digitale Landwirtschaft

Digitalisierung ist auch in der Landwirtschaft längst Alltag. Foto: iStock.

Onlinehandel am Bauernhof

Beim Kauf der benötigten Betriebsmittel greift man in der Landwirtschaft gerne auf den herkömmlichen Weg zurück, obwohl Landwirt*innen die Digitalisierung bei der Unterstützung alltäglicher Prozesse viele Vorteile bringt. Nicht zuletzt im Onlinehandel.

Ob Gemüse, Obst, Grünland oder Getreide, zur Bestellung ihrer Felder brauchen Landwirte verschiedene Hilfsmittel. Von Saatgut über Düngemittel bis hin zu diversen Tierfutter-Zutaten kaufen Bauern zu. Und das am besten beim Händler des Vertrauens in der Region. Was aber, wenn das bevorzugte Produkt nicht mehr lieferbar ist? Oder der Landwirt lieber zu einem regionalen Hersteller wechseln möchte? In der vernetzten Welt von heute ist die einfachste Lösung, den Computer zu starten, sich im Internet umzuschauen und den Onlinehandel für sich zu nutzen.

Onlinehandel: Transparenz vs. Modernisierung
Im Bereich der Agrochemie dominieren drei große Akteure Bayer, DuPont und Syngeta den Markt. Transparente Informationen über Herstellung, Inhaltstoffe & deren Zusammensetzung kann bei Global Playern wie diesen mitunter verloren gehen. Nicht so bei kleinen, lokalen Anbietern. Ihnen wiederum wird aufgrund der Macht der Global Player der Einstieg in den Markt erschwert. Ob nun online oder stationär: Es gibt alternative Plattformen, die es Landwirten ermöglicht, auch von kleinen, meist lokalen Anbietern ihr Düngemittel, Futter und Co. beziehen können. Und zusätzlich größten Wert auf Transparenz, Herkunft und Kosten legen.

Zwischen Händlern und Landwirten
Wie beispielsweise die Plattform Agrando, die seit letztem Jahr auch in Österreich zur Verfügung steht. Das Unternehmen bringt Händler und Landwirte auf einer Plattform zusammen, vernetzt sie in der Region. Möchte also ein Bauer ein lokales Futter für seine Tiere beziehen, kann er sich auf der Plattform über potenzielle Anbieter in der Region informieren und mit ihnen direkt in Kontakt treten. Mit dieser Lösung hat Agrando klassische Handlungsstrukturen digitalisiert und einen wichtigen Schritt im Bereich der Erweiterung des Online Handels gesetzt. Ein weiterer Pluspunkt: Da in die Plattform kein Online-Shop integriert ist, bleibt der Verkauf weiterhin stationär.

Digitalisierung in der Landwirtschaft
Digitalisierung ist für Tirol Landwirte nichts Neues. Wie früher die Heugabel zählen heutzutage technische Hilfsmittel zum normalen Equipment landwirtschaftlicher Betriebe. So kommen Drohnen zum Einsatz, um die bewirtschafteten Flächen flächendeckend zu kontrollieren. Erfahren Sie hier mehr darüber, wie Smart Farming Landwirten mehr Freiraum ermöglicht. Das tägliche Melken der Kühe ist mittlerweile ein automatisierter Ablauf. Und selbst beim Ausmisten der Ställe bekommt der Landwirt mancherorts bereits Unterstützung vom Roboter. Diese Instrumente steigern die Effizienz der Prozesse und erleichtern den Arbeitsalltag. Gleichzeitig verdeutlichen sie, dass der digitale Fortschritt auch in dieser traditionellen Branche funktioniert.

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