Stichwort Einzelhandel

Alle relevanten Kanäle nutzen und für Kund*innen einen Mehrwert schaffen. Foto: iStock

Services über alle Vertriebskanäle

Online einkaufen? Muss nicht immer sein! Indem der Einzelhandel Omnichannel-Funktionen aktiv nutzt, bieten Geschäfte ihren Kunden zusätzliche Services - online und offline. Das Zusammenspiel von diesen beiden Welten bieten Einzelhändlern neue Möglichkeiten. Doch wie funktioniert Onmichannel im Einzelhandel?

Omnichannel bezeichnet einen gemeinsam gesteuerten Einsatz aller vorhandenen Vertriebskanäle und Kundenkontaktpunkte. Dabei werden alle Kanäle, vom Online-Auftritt über Social Media Anwendungen bis zum Geschäft, einheitlich gesteuert. Der Kunde erlebt den Auftritt des Geschäftes online sowie offline als eine Einheit und aufeinander abgestimmt. Im Fokus steht dabei immer der Kunde, seine Entscheidungsfindung und sein Einkaufserlebnis. Mit einer Omnichannel-Strategie können Einzelhändler sicherstellen, dass Kunden beispielsweise zwischen den verschiedenen Kanälen wie dem stationären Handel, Smartphones, Website oder Facebook wechseln können. Ein Beispiel: Ein User wird über Social Media auf eine neue Jean aufmerksam. Auf der Website sieht er oder sie, dass es diese Hose noch in seiner/ihrer Größe gibt. Er/Sie besuch das Geschäft, kauft die Jeans und findet dazu am Weg zur Kassa noch eine passendes T-Shirt.

Welche Omnichannel-Features gibt es für den Einzelhandel?
Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, um Kunden ihren Einkauf möglichst bequem und komfortabel zu gestalten.

  • Verfügbarkeitsanzeige: Dieses Feature ist mitunter eines der am meisten verbreiteten. Die Anzeige unterstützt dabei den zielgerichteten Besuch im Geschäft. Gerade in der aktuellen Zeit ist dies ein klarer Vorteil.
  • Instore Return oder Ship-to-Store: Das heißt online bestellte Produkte können im Geschäft zurückgegeben oder direkt dorthin geliefert werden. Diese Services ermöglichen es dem Einzelhändler, Kunden ohne großen Aufwand zusätzlich in das Geschäft einzuladen. Ist ein Kunde erst einmal im Store, kann er/sie sich auch die restlichen Produkte ansehen oder findet noch ein T-Shirt zur bestellten Hose.
  • Click & Reserve oder Click & Collect: Auch diese Features bieten die Chance, Kunden in das Geschäft zu bringen. Allerdings bringen diese Services zusätzlichen Aufwand für den Einzelhändler mit. Denn dieser muss die Produkte reservieren und lagern. Zudem kann es immer wieder vorkommen, dass Kunden ihre reservierten Produkte nicht abholen.
  • Ship-from-Store: Durch den Versand aus dem Store werden die Geschäfte zu kleinen Verteilungszentren. Einerseits können so Lagerbestände abgebaut und die Kosten in der Lieferkette reduziert werden. Andererseits macht dieses Feature es möglich, Kunden beispielsweise eine persönliche Karte zu schreiben und so die Kundenbindung zu steigern.

Welches Feature für das jeweilige Unternehmen in Frage kommt, variiert selbstverständlich je nach Größe, Produktsortiment und technischer Affinität des Einzelhändlers. Klar ist aber, dass kein Weg an einer Integration der digitalen Welt in den stationären Handel vorbeiführt.

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