Digitale Spurensuche

Wissen Sie genau, wann Sie welche Daten hinterlassen - und wer was damit anfängt?

Auf der Jagd nach Daten

Ob Apps, die auf das GPS zugreifen, Suchanfragen im Internet oder bargeldlose Bezahlung - im Alltag hinterlassen wir Spuren aus Daten. Diese werden inzwischen als kostbares Gut gehandelt, denn sie sind essentiell für wirtschaftliche und soziale Maßnahmen wie etwa personalisierte Werbung im Netz. Aber was genau sind eigentlich Daten und wie profitieren nicht nur Unternehmen davon? Hier erfahren Sie mehr.

Wo hinterlassen wir Spuren?
Die meisten Daten stellen wir selbst zur Verfügung. Denn wir bestellen online, liken, posten oder haben schlicht die Ortungsdienste am Smartphone aktiviert. Zahlreiche Unternehmen erhalten so über das Internet nützliche Informationen, die sie in Datenbanken abspeichern. Online-Shops werten ihre User-Daten aus und erinnern mit gezielten Werbebannern an die gesuchten Schuhe. Basierend auf dem Kaufverhalten anderer Kunden werden auch direkt ähnliche Artikel sowie die dazu passende Jeans angezeigt. Aber auch Streaming-Anbieter setzen auf die Big Data-Analyse, um die Vorlieben ihrer Nutzer zu identifizieren und so neue erfolgsversprechende Filme zu produzieren.

Daten zur Produktentwicklung
Viele Unternehmen sammeln über ihren Kundenservice, besondere Mitgliedschaften oder Online-Werbemaßnahmen, große Mengen an Daten. Einige statten aber auch ihre Produkte mit digitalen Tools aus, um Daten zu erfassen. So liefert etwa eine Waschmaschine mit Internetzugang wichtige Informationen zum Wasserverbrauch oder zur Energieeffizienz. Dadurch können diese Geräte optimiert und weiterentwickelt werden.

Daten im öffentlichen Raum
Zudem erfassen immer mehr technische Geräte im öffentlichen Raum hilfreiche Daten. Parkautomaten sammeln Informationen wie Standort, Zeit, Datum und Benutzeraktivitäten der Autofahrer. Sensoren in Bussen können das Gesamtgewicht ermitteln, was Rückschlüsse auf die Auslastung zulässt und als Grundlage für Fahrplananpassungen dient. Und sogar beim Skifahren hinterlassen wir eine nützliche Datenspur. Denn anhand der Ticketaufzeichnungen können Liftbetreiber Stoßzeiten, die Auslastung von Anlagen und Pisten sowie die durchschnittlich gefahrenen Kilometer bestimmen.

Ungeahnte Datenmengen
Dass Daten also immer wichtiger werden, zeigt nicht zuletzt eine aktuelle Prognose zum Volumen der jährlich generierten digitalen Datenmenge weltweit. Im Jahr 2018 beliefen sich die Datenmengen noch auf 33 Zettabyte. Für das Jahr 2025 prognostizieren die Studien bereits eine digital generierte Datenmenge von 175 Zettabyte. Das ist mehr als das Fünffache an Daten. Aber erst durch ihre Verarbeitung sowie umfassende Analysen können Muster, Verbindungen und nützliche Informationen herausgefiltert werden. Die wiederum dienen dann zur Weiterentwicklung von Dienstleistungen oder Produkten. Unsere Datenspuren bringen folglich auch positive Aspekte für die gesamte Gesellschaft mit sich – und die werden bereits in zahlreichen Branchen angewendet.

Mehr dazu im aktuellen Digitalreport.

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