New Work bestimmt die Zukunft

Wer morgen Fachkräfte finden will, muss heute verstehen, worauf sie Wert legen. Foto: iStock.

Die Digital Natives am Arbeitsmarkt

Die Digital Natives haben andere Anforderungen an Jobprofile und Arbeitsorte als noch ihre Vorgänger. Flexible Arbeitszeiten, flache Hierarchien und Möglichkeiten der Selbstorganisation werden bald kein Extra-Benefit mehr in den Unternehmen sein. Denn die jungen Generationen fordern vermehrt sogenannte New Work Konzepte. Wer also beim "War for Talents" nicht abgehängt werden will, muss verstehen, wie die Digital Natives ticken. Hier erfahren Sie mehr.

Digitaler Wandel
Der Arbeitsmarkt befindet sich längst in einem Wandel, der nicht mehr aufzuhalten ist. Neben der voranschreitenden Digitalisierung tut sich aber auch etwas in puncto Personal. Denn laufend starten junge Arbeitnehmer ins Berufsleben, die innovative Arbeitsformen vorantreiben und bisherige Strukturen ins Wanken bringen. Die Rede ist von den Digital Natives. Sie sind aktuell die wichtigsten Akteure für den Arbeitsmarkt der Zukunft. Denn wie auch die digital.tirol Studie „Die Arbeitswelt der Zukunft aus Sicht der Tiroler Wirtschaft: Internationale Trends, Entwicklungen und Zukunftsbilder für Tirol“ zeigt, unterscheiden sich die Generationen Y und Z hinsichtlich ihrer Kompetenzen sowie Präferenzen deutlich von ihren Vorgängern.

Generation Y steht für Work-Life-Blending
Die erste Gruppe der Digital Natives am Arbeitsmarkt war die Generation Y (1981 – 1995), oder auch Millennials genannt. Schon seit ihrem frühen Jugendalter wurden sie durch technologische Entwicklungen sozialisiert. Viele von ihnen erinnern sich zwar noch vage an eine Zeit ohne Internet – heute sind Smartphone, Social Media und Co. aber längst fester Bestandteil ihres Lebens. Als hervorragende Teamplayer können sich die Millennials digital genauso gut vernetzen wie in der realen Welt. Allerdings trägt die Generation Y auch eine schwerwiegende Bedeutung im Namen: Sie hinterfragen vieles und suchen nach einem tieferen Sinn für Privat- und vor allem Berufsleben. Darum steht auch das Thema Selbstverwirklichung bei den ersten Digital Natives hoch im Kurs. Ein Job, der weder sinnstiftend noch abwechslungsreich ist? Undenkbar für viele Millennials. Andererseits sind sie durchaus bereit, für einen erfüllenden Beruf alles zu geben. Arbeit und Privatleben werden dann nicht mehr klar getrennt, sondern verschmelzen miteinander – eben Work-Life-Blending.

Generation Z punktet mit digitaler Früherziehung
Was die Generation Z (1996 – 2012) wiederum den Millennials voraushat? Sie ist mit der Digitalisierung aufgewachsen. Ein Leben ohne Internet, Smartphone und Social Media kennen sie eigentlich nicht. Darum ist die virtuelle Welt fest mit ihrer alltäglichen Lebensrealität verankert: Die Generation Z geht nicht mehr ins Netz, sie lebt darin. Von ihrem digitalen und selbstverständlichen Know-how können Unternehmen durchaus profitieren. Allerdings agieren die Z-ler im Berufsleben anders als die Millennials. Sie suchen ihre Erfüllung eher außerhalb des Jobs und differenzieren mehr zwischen Arbeit und Privatleben. Klare Abgrenzung und Strukturen sind bei ihnen also deutlich mehr gewollt als bei den Millennials. Tatsächlich weiß die Wissenschaft aber noch nicht viel mehr über die zweiten Digital Natives. Gerade im Hinblick auf die Corona-Krise kann sich ihr Verhalten am Arbeitsmarkt durchaus noch verändern.

Vorbereitung auf die Digital Natives
Wie können sich Unternehmen dann auf den Wandel am Arbeitsmarkt vorbereiten? Zunächst einmal muss ihnen klar sein, dass der Fachkräftemangel auch damit zusammenhängt, dass die jungen Generationen den älteren zahlenmäßig unterlegen sind. Gut ausgebildete Arbeitskräfte sind demnach rar. Aus diesem Grund ist es für Unternehmen heute wichtiger denn je, als attraktiver Arbeitgeber aufzutreten. Und genau hier geht es wieder um das große Thema New Work. Innovative Konzepte, die Flexibilität, Sinnhaftigkeit und flache Hierarchien zu bieten zielt auf die Bedürfnisse und Forderungen der Digital Natives ab.

Mehr dazu im aktuellen Digitalreport.

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