Stichwort "Die Cloud"

Clouddienste sind in aller Munde. Was steckt dahinter? Foto: iStockMelpomenem

Was steckt hinter Cloud Computing?

Wenn wir den Wasserhahn aufdrehen, fließt Wasser und Strom kommt in der Regel aus der Steckdose. Das Internet entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem dritten entscheidenden Energielieferanten - und zwar für Rechenleistung.

Denn das sogenannte Cloud Computing verstehen Experten inzwischen gern als Versuch, Computing so zur Verfügung zu stellen, wie man es von anderen infrastrukturellen Leistungen wie Strom oder Wasser kennt. Aber wie funktionieren Cloud Systeme und welche Vorteile bieten sie insbesondere Unternehmen? Wir haben für Sie einen Blick hinter die Router geworfen.

Was ist Cloud Computing?
Genau genommen handelt es sich bei Cloud Computing um einen Sammelbegriff, der das Angebot von Hard- und Softwarelösungen über das Internet zusammenfasst. Nutzer können je nach Bedarf Prozessorleistung, Software-Umgebungen oder Speicherkapazitäten anmieten, um die eigene Infrastruktur zu erweitern bzw. zu ersetzen. Unternehmen beziehen mittels Cloud Computing vor allem IT-Ressourcen wie Server oder Rechenleistung bis hin zur kompletten Infrastruktur für Rechenzentren ganz flexibel über das Internet. Je nach individueller Ausrichtung mieten sie die Ressourcen bei einem sogenannten Managed Cloud Provider und erhalten eine Rechnung über den Verbrauch, ähnlich wie beim Stromanbieter.

Welche Cloud Services gibt es?
Alle Ressourcen kommen aus verschiedenen Rechenzentren bzw. Serverfarmen mit unterschiedlichen Standorten. Über das Internet haben Unternehmen die Möglichkeit, die entsprechenden Dienste aus den Rechenzentren zu beziehen. In der Regel handelt es sich dabei um: Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS) oder Software as a Service (SaaS).

  • Infrastructure as a Service: Mit diesem Service bietet ein Cloud-Provider eine vollständige Hardware-Lösung bestehend aus Speicherplatz, Prozessorleistung und Netzwerktechnik an. Die Ressourcen, die ein Unternehmen nutzt, sind dabei vollständig virtuell und auf verschiedenen Servern verteilt. Damit entfällt die eigene Hardware und die Ressourcen können je nach Bedarf flexibel bezogen werden.
  • Platform as a Service: PaaS geht noch einen Schritt weiter, denn der Provider stellt neben der Hardware auch eine komplette Umgebung zur Verfügung. Dieser Service richtet sich vor allem an Software-Entwickler, da bei einer eingerichteten Entwicklungsumgebung in der Cloud die Einstellung und Wartung dieser entfällt.
  • Software as a Service: SaaS stellt voll funktionsfähige Apps sowie eine Plattform samt Infrastruktur zu deren Ausführung zur Verfügung. Bei diesem Service können Nutzer also auf webbasierte Anwendungen wie z. B. Office 365 in der Cloud zugreifen. Gleiches gilt für Content-Management-Systeme wie WordPress, Speichertools wie Dropbox oder spezialisierte Anwendungen für den E-Commerce. Installation und Wartung der Software liegen vollständig beim Provider.

 Welche Cloud Modelle gibt es?
In der Regel unterscheidet man heute zwischen drei Cloud Modellen: Private, Public und Hybrid. Bei einer Private Cloud stehen die Server lediglich einer eingeschränkten Gruppe von Nutzern zur Verfügung. Diese Private Cloud kann, muss aber nicht bei einem Unternehmen vor Ort sein, denn auch auf Serverfarmen kann Hardware gezielt zugeteilt werden. In einer Public Cloud teilen sich hingegen mehrere Nutzer die dort bereitgestellte Infrastruktur sowie sämtliche Anwendungen. Dieses Modell entspricht daher auch dem eigentlichen Grundgedanken einer Cloud. Eine Hybrid Cloud ist die Kombination aus Private und Public. Bedeutet der Nutzer kann entscheiden, bestimmte Ressourcen in der privaten Cloud zu belassen und andere in der öffentlichen zur Verfügung zu stellen.

Vorteile von Cloud Systemen für KMUs
Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen können vom Cloud Computing profitieren. Eine eigene IT-Infrastruktur ist sowohl teuer als auch zeitaufwändig. Hinzu kommt, dass es allein für die ständige Wartung eigenes Fachpersonal braucht – neben der Anschaffung ein weiterer Kostenfaktor. Doch ohne Rechenzentrum können viele Unternehmen heutzutage nicht mehr agieren. Die Lösung dafür bieten Cloud Systeme, denn sowohl die Anschaffung als auch die Instandhaltung der Hardware übernehmen Profis. Zudem sind die Serverfarmen der Cloud-Anbieter meist sehr viel sicherer als es in den Betrieben möglich wäre. Eigenes Sicherheitspersonal sorgt für den Schutz der Anlage – egal ob physisch oder digital.

Risiken des Cloud Computing und die Lösung der IKB
Als Nachteil empfinden Unternehmen jedoch die Abhängigkeit von den Providern. Denn wenn ein Anbieter seinen Betrieb einstellt, stehen die Nutzer vorerst vor einem Problem. Außerdem braucht es für eine reibungslose Nutzung der Cloud Services eine stabile und starke Internetverbindung. Ein Problem, dass viele Gemeinden hierzulande nur zu gut kennen. Die größten Bedenken existieren jedoch hinsichtlich des Datenschutzes. Einerseits, weil eine Datenübertragung via Internet immer auch Risiken birgt, andererseits weil Datenschutzbestimmungen vom Standort der Server abhängen.
Doch in den Rechenzentren der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) können Unternehmen ihre Daten jetzt sicher und datenschutzkonform in Innsbruck speichern. Mit modernen Infrastrukturlösungen bietet die IKB höchsten Schutz Daten und stellt zudem alle IT-Dienste zur Verfügung. Somit kombiniert sie die Vorteile einer Cloud Lösung mit der Sicherheit eines lokalen Rechenzentrums. Für diesen Service erhielt die IKB erst kürzlich als eines der ersten Unternehmen Europas die höchste Datenschutz-Auszeichnung.

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