Remotes Arbeiten

Homeoffice wird immer gebräuchlicher - worauf müssen Unternehmen achten? (Foto: iStock)

Homeoffice: Was für Unternehmen gilt

Arbeiten in Corona-Zeiten wurde zu so etwas wie der Nagelprobe für Homeoffice. Worauf Unternehmen achten müssen, lesen Sie hier.

Wie aktuelle Studien, etwa von Deloitte und den Universitäten Wien und Graz, zeigen, ist Homeoffice heute nicht mehr die Ausnahme, sondern das neue Normal. Zugleich bleiben für manche Betroffene Fragen offen: Welche Aufgaben hat der Arbeitgeber? Was ist von Unternehmensseite zu beachten? Welche digitalen Unterstützungen gibt es am Markt? Ein paar Antworten im Überblick:

Erste Unternehmensaufgabe: Bereitstellung der Technik
Beim Arbeiten von zuhause aus sind Unternehmen für die technische Ausstattung verantwortlich. Je nach Aufgabenbereich der MitarbeiterInnen ist das ein Laptop, vielleicht noch eine Maus oder eine externe Tastatur. ArbeitnehmerInnen, die einen zweiten Bildschirm benötigen, könnten vorübergehend das Equipment ihres Arbeitsplatzes zuhause verwenden. Zudem sollten auf den bereitgestellten Geräten alle Arbeitsunterlagen, Unternehmensvorlagen und E-Mail-Kontakte installiert sein. Um effizient zu arbeiten, benötigen alle MitarbeiterInnen einen funktionierenden Zugriff auf den Server oder die Cloud. Auch das fällt in den Zuständigkeitsbereich der/des ArbeitgeberIn. Um Unternehmen bei der Umsetzung von Teleworking zu unterstützen, hat das Land Tirol im Rahmen von digital.tirol die "IT-ExpertInnen-Plattform Tirol" ins Leben gerufen. Bei Fragen zum Thema Homeoffice, technischer Ausstattung und deren Installation beraten Sie IT-ExpertInnen gerne unkompliziert.

Unbedingt beachten: Datenschutz im Homeoffice
Vereinbarungen mit den MitarbeiterInnen stellen den vertraulichen Umgang mit Dokumenten und Unterlagen im Homeoffice sicher. Zudem ist es ratsam, bei den verschiedenen Kommunikationstools, die derzeit einen großen Boom erleben, genau hinzuschauen. Gerade wenn berufliche Informationen über Drittleister geteilt werden, sollten Sie die Datenschutzrichtlinien und AGBs genau kontrollieren. Was im Büro durch Firewalls und Co. unüberwindbar scheint, ist im Homeoffice ein Leichtes. Vorinstallierte Software-Programme schützen zwar vor IT-Angriffen. Doch das private Netzwerk der MitarbeiterInnen ist eventuell nicht in dem Ausmaß gesichert wie das einer Firma. Um hier Sicherheitslücken vorzubeugen, raten IT-ExpertInnen einen VPN zu installieren, der den gesamten Netzwerktraffic mit dem Firmennetzwerk verbindet. Wenn Sie dabei Unterstützung benötigen oder Fragen zur IT-Sicherheit haben, finden Sie auf der IT-ExpertInnenplattform Tirol ebenso kompetente AnsprechpartnerInnen.

Arbeitszeiten: was ist für Unternehmen zu beachten
Grundsätzlich gelten auch im Homeoffice die vertraglich festgelegten Arbeitszeiten. Je nach Arbeitsverhältnis reichen diese von einer fixen Einteilung von Montag bis Freitag bis zu diversen flexiblen Arbeitszeitmodellen. Sofern keine weiteren Vereinbarungen zur Überbrückung der COVID19-Quarantäne getroffen wurden müssen, bleibt alles beim Alten: tägliche Normalarbeitszeit, monatlichen Arbeitsstunden sowie Ruhe- und Pausezeiten. Unternehmen sind verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Arbeitszeiten aufgezeichnet werden und gesetzeskonform sind.
Bereits installierte Zeiterfassungssysteme bieten meist die Möglichkeit, sich auch im Homeoffice via App oder Desktop ein- und auszustempeln. Betriebe, die bisher die Aufzeichnungen mittels Stundenzettel erfassten, können von ihren Mitarbeitern E-Mails mit den nötigen Informationen anfordern. Es bietet sich natürlich auch die Gelegenheit, auf ein digitales System umzusteigen. Hier ein paar Tiroler Anbieter:
Fink Zeitsysteme
Consens Zeiterfassung
Alerto

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