Wissen (digital) nutzen

Know-how-Transfer bekommt durch Digitalisierung neue Möglichkeiten.

Trends, die Innovationen vorantreiben

In Zeiten von New Work oder Arbeit 4.0 gehen Unternehmen auch neue Wege beim Austausch und bei der Nutzung von Wissen.

Ob sich nun Mitarbeiter untereinander austauschen oder neues Know-how von außen kommt, das digitale Zeitalter macht es möglich. Hier stellen wir Ihnen drei aktuelle Trends vor, wie Sie Wissen (digital) nützen können, um Innovationen voranzutreiben.

Wissen durch neues Umfeld: Coworking
Arbeit wird flexibler und ortsunabhängiger. Das verändert auch den Umgang mit Wissen. Co-Working Spaces, also Gemeinschaftsbüros, schaffen dafür besondere Räume des Austauschs. Selbstständige oder Projektteams beispielsweise können dort temporäre Arbeitsplätze mieten. Die kreative Atmosphäre, aber auch die bunt durchgemischten „Mieter“ sind der Nährboden für neue Innovationen. Denn wer gerade nicht weiterweiß, diskutiert sein Problem mit Menschen aus ganz anderen Bereichen. Sie haben oft andere Herangehensweisen und Ideen, die eine innovative Lösung mit sich bringen. Das Prinzip des Coworkings funktioniert aber auch im Betrieb. Dazu müssen beim nächsten Projekt nur Kollegen aus den verschiedensten Bereichen zusammenarbeiten.

Wissen durch Zusammenarbeit: Coopetition
Kooperationen eingehen, um komplexe Herausforderungen zu meistern, kommt häufig vor. Künftig geht man auch einmal einen Schritt weiter und eine Zusammenarbeit mit der Konkurrenz ein. Coopetition ist die neue Wortschöpfung aus den beiden englischen Begriffen cooperation (Kooperation) und competition (Wettbewerbt). Die strategische Allianz zweiter Wettbewerber dient dazu Synergien zu nutzen, gemeinsame Probleme zu lösen und besonderes Wissen beiderseitig zu nützen. Das können beispielsweise zwei Autohersteller sein, die zusammen einen neuen Motor entwickeln und jeweils in ihren Autos verwenden. Oder im Digitalbereich zwei Dienstleister, die gemeinsam an einem Algorithmus oder an einer Online-Plattform arbeiten. Coopetition bezeichnet somit eine zeitlich begrenzte Zusammenarbeit, die den Konkurrenzkampf vorübergehend aussetzt. Dank gebündelter Kräfte können Betriebe ihre Erträge optimieren, die Auslastung sichern oder die Preise stabilisieren.

Wissen von außen: Open Innovation
Ursprünglich kommen neue Produkte direkt aus der firmeninternen Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Open Innovation hingegen bezeichnet die Entwicklung von Ideen durch Kunden, Partner, anderen Abteilungen oder einer Online-Crowd. Ziel ist es, Innovationen voranzutreiben und die Qualität zu steigern. Dabei sind für eine erfolgreiche Umsetzung digitale Lösungen wie Software oder Plattformen ausschlaggebend. Kommt ein Entwickler beispielsweise bei einem Problem nicht weiter, kann er über die Plattform Hilfe suchen. Hier haben Kollegen aus anderen Abteilungen nun auch die Möglichkeit, online ihre Lösungen anzubieten und zu diskutieren. Auch Ideenwettbewerbe oder Workshops mit ausgewählten Kunden bringen wertvolle Inputs. Open Innovation steigert so nicht nur die Innovationsbandbreite, sondern unterstützt dabei, das firmeninterne Wissen zu teilen und weiterzugeben.

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