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Weiß ich - kann ich!

Trends in der digitalen Bildung

In Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen greifen immer mehr Lehrende zum Einsatz von digitalen Geräten und Technologien, um Inhalte besser zugänglich zu machen oder das Lernen zu erleichtern. Folgende Trends prägen die Bildungsbranche.

1. AR, VR und Mixed Reality
Ob durch die visuelle Darstellung von einzelnen Objekten im Raum oder vollkommenes Abtauchen in andere Welten – durch die Erweiterung der realen Welt durch virtuelle Inhalte wird der Unterricht zu einem kreativen Erlebnis. Ein Smartphone plus stabiles WLAN reichen aus, um einen Tyrannosaurus Rex ins Klassenzimmer zu projizieren. VR-Brillen ermöglichen es etwa, das Forum Romanum oder das antike Athen nicht nur in seinen Überresten zu bewundern, sondern in der Pracht und Gänze der damaligen Zeit. Schüler:innen sind durch die interaktive Ausgestaltung des Unterrichts nicht nur mehr motiviert. Sachverhalte und Zusammenhänge sind oft besser zu verstehen, und durch die Ansprache mehrerer Sinne steigt oft der Lernerfolg.

2. Persönliche Lernassistenten
Künstliche Intelligenz öffnet in der Bildung viele Türen, um Lernen und Lehren individueller zu gestalten. Virtuelle Tutoren, KI-basierte Lehrbegleiter und Chatbots assistieren beim Lernen und Unterrichten. Schüler:innen mit Lernschwierigkeiten können besser angeleitet und unterstützt werden. Vor allem können Lerntempo und -verhalten individuell angepasst werden. Zwei weitere positive Effekte ergeben sich: KI-basierte Anwendungen lernen bei ihrem Einsatz dank Machine Learning selbst mit und werden stetig effizienter und besser.

3. Game Based Learning
… oder auch spielerisches Lernen, wie es im Volksmund bekannt ist, ist keine neue Methode, die erst durch den Einsatz von digitalen Technologien zum interessanteren und besseren Lernen eingesetzt wird. Die bewährte Technik zielt darauf ab, eine gesteigerte Lernmotivation durch Anreiz- und Belohnungssysteme zu erreichen. Dank dem Einsatz von VR, AR, MR und anderen digitalen Methoden wird dieses Spiel- bzw. Lernerlebnis jedoch auf ein neues Level gebracht. In neuen Dimensionen des Game Based Learning helfen Technologien, neues Wissen zu vermitteln. Themen und unterschiedliche Perspektiven auf Probleme werden interessanter dargestellt. Zudem trainieren Schüler:innen strategisches Denken und bessere Entscheidungsfindung. Die Stimulation verschiedener Sinne durch den Einsatz von digitalen Medien und der Einsatz von derartigen Tools steigert zusätzlich das Erinnerungsvermögen und damit den Lerneffekt.

Digitale Anwendungen bringen in der Bildung einige Vorteile mit sich. Nicht zuletzt wird Lernenden dadurch der Zugang zu Wissen und Themen schmackhafter gemacht und erleichtert. Sie werden auch an den Umgang mit digitalen Geräten, Technologien und Softwares in unterschiedlichen Einsatzbereichen herangeführt. So finden auch immer mehr digitale Geräte wie interaktive Whiteboards, Tablets und Co. Einzug in die Tiroler Klassenzimmer und Hörsäle. Um hierfür wichtiges Grundlagenwissen und Soft Skills sicherzustellen und einen gewissenhaften Einsatz zu gewähren, ist digitale Bildung auch seit einigen Jahren fixer Bestandteil des österreichischen Stundenplans. Damit keine Wissenslücken zwischen den Generationen in digitalen Kompetenzen und Soft Skills entstehen, ist es wichtig, dass auch in den Erwachsenenbildung und innerhalb von Unternehmen ausreichend Schulungsangebote angeboten und gefördert werden.

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