Länderübergreifende Zusammenarbeit zur Förderung des Aufbaus europäischer Datenräume

 Bildnachweis: NOI AG

Datenaustausch zwischen Südtirol, Tirol und Bayern

Am 19. Mai 2023 fand in Bozen der Open Data Hub Day statt. Dort wurde mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags ein entscheidender Schritt hin zum Aufbau eines länderübergreifenden Datenökosystem gemacht.

Eine europäische Datenstrategie 
Die Europäische Kommission veröffentlichte Anfang 2020 die europäische Datenstrategie. Der Förderbedarf der Entwicklung gemeinsamer europäischer Datenräume in strategischen Wirtschaftszweigen und Bereichen von öffentlichem Interesse wurde darin bereits niedergeschrieben. Neben Vorschriften für den Zugang zu Daten und ihrer Nutzung sowie zur Gewährleistung der Interoperabilität wurden jene neun Sektoren definiert, in denen die Entwicklung gemeinsamer europäischer Datenräume gefördert werden soll, da diese einen besonderen Mehrwert für die Forschung, Öffentlichkeit und Wirtschaft darstellen:

  • Industrie (Fertigung)
  • Europäischer Grüner Deal
  • Mobilität
  • Gesundheit
  • Finanzen
  • Energie
  • Agrar
  • Kompetenzen
  • Öffentliche Verwaltung
Gemeinsamer E-Mobility-Datensatz
Ganz im Sinne der Europäischen Union verschmolzen am Open Data Hub Day die Ländergrenzen der einzelnen Mitgliedstaaten: Es wurde eine Kooperation zwischen dem Tiroler datahub.tirol, dem Südtiroler Open Data Hub und dem bayerischen BayernCloud Tourismus unterzeichnet.
  • Der datahub.tirol ist eine Initiative des Landes Tirol, welche zur Aufgabe hat, einen Datenmarktplatz zu schaffen, der regionale, nationale und internationale Daten verknüpft. Das Projekt steht unter der Verwaltung der Standortagentur Tirol und fokussiert sich auf Energie, Mobilität und Tourismus. 
  • Der Open Data Hub ist eine Südtiroler Datenplattform des NOI Techparks und ermöglicht die Sammlung und den Austausch von Daten in den Bereichen Mobilität, Tourismus und Landwirtschaft.
  • Die BayernCloud ist eine offene Datenplattform der Bayern Tourismus Marketing GmbH, die touristischen Akteuren offen und digital aktuelle Informationen bereitstellt. 
Zusammen wollen die Kooperationspartner einen gemeinsamen Datensatz von E-Ladestationen im öffentlichen Raum von Italien, Österreich (im Speziellen Tirol) und Bayern erstellen. Die länderübergreifenden Informationen zu Ladesäulen fördern Elektromobilität und sind ein wichtiger Fortschritt in der Errichtung von europäischen Dataspaces. Neben den Besitzer:innen von E-Autos profitieren auch viele weitere von der Kooperation, wie Ulrich Stofner, Direktor vom NOI Techpark, bestätigt: „Dank der Zusammenarbeit mit Österreich und Deutschland können wir diese Datenräume nun auch geographisch ausweiten und damit auf das Ziel europaweiter Dataspaces einzahlen. Unsere Start-ups, Unternehmen und Forschenden können für ihre Anwendungen so auf Daten aus ganz Europa zugreifen.“
 

Links

>> Europäische Datenstrategie
>> datahub.tirol
>> Open Data Hub
>> BayernCloud
>> Presseaussendung: Datenaustausch zwischen Südtirol, Tirol und Bayern

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Kontakt

MMag. Fritz Fahringer

Digitalisierung und resiliente Produktion
Standortagentur Tirol fritz.fahringer@standort-tirol.at
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