Bildnachweis: © Wirtschaftskammer Tirol

Bei Hollu lebt die digitale Transformation bereits

Im Zirler Betrieb gehört all das seit 2015 zur Firmenstrategie

Holluschek

2B-Lösungen, Mobilität – das alles sind Schlagworte, mit denen sich die Wirtschaft beschäftigen muss. Bei Hollu in Zirl gehört all das seit 2015 zur Firmenstrategie: „Die digitale Transformation leben wir bereits. Die Herausforderung des digitalen Wandels sehen wir als Chance, noch mehr auf unsere Kunden eingehen zu können. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz digitalisieren wir Arbeitsabläufe und nutzen unsere Ressourcen damit noch gezielter. Unseren Vertriebsfachleuten steht mehr Zeit für Beratung direkt beim Kunden zur Verfügung während wir die Logistik komplett automatisieren – vom Bestellvorgang über die Rechnungslegung bis zur Zahlungsabwicklung.
 

Alles rein digital“, nennt Geschäftsführer Simon Meinschad nicht ohne Stolz ein Beispiel für die ersten Umsetzungsschritte der Hollu Digitalisierungsstrategie und 30 interessierte Unternehmer und IT-Spezialisten sind gespannt auf mehr. Sie waren der Einladung zum 2. Digi‘ Stammtisch gefolgt, eine Veranstaltung der Tiroler Wirtschaftskammer, die den digitalen Wandel ins Blickfeld rückt und die digitale Pionierarbeit von ausgewählten Betrieben hervorhebt.
 

Hollu: Tradition und Wachstum

Gegründet von Julius Holluschek vor mehr als 110 Jahren geht Hollu heute in der 4. Generation den konsequenten digitalen Weg in Richtung Industrie 4.0. Dabei setzt Inhaber Werner Holluschek unverändert auf die Werte des Familienunternehmens: Forschung und innovative Entwicklungen gehören genauso dazu wie lokale Produktion am Standort Zirl nach den hohen Qualitätsansprüchen, die sich das Unternehmen selbst setzt. „Wir entwickeln nicht einzelne Produkte, sondern aufeinander abgestimmte Reinigungssysteme für alle Hygienebereiche, von der Gastronomie und Hotellerie, öffentlichen Einrichtungen, im Gesundheits- und Sozialwesen, über Industrie und Gewerbe, Lebensmittel- und Getränkeindustrie bis zu Gebäudereinigung und Facility Management“, spricht Geschäftsführer Simon Meinschad die Tätigkeitsfelder an und erklärt die ganzheitlichen Ansätze des Unternehmens, in Lösungen gemeinsam mit den Kunden zu denken und zu handeln.
 

Seit 2016 ist das Unternehmen Mitglied beim europäischen Umweltmanagementsystem EMAS und hat sich damit strengsten Kriterien der nachhaltigen Entwicklung verschrieben. Der führende Hygienespezialist in Österreich erwirtschaftet mit 400 Mitarbeitern an acht Standorten in Österreich und Südtirol einen jährlichen Umsatz von 50 Mio. Euro. 3.500 Verkaufsartikel gehören ebenso zur Erfolgsgeschichte wie 523 aktive Rezepturen und 9,3 Mio. Kilogramm Produktionsmenge im Jahr für insgesamt 18.400 Kunden.
 

Die Zukunft der Hygiene

Die intelligenten Hygienekonzepte für die Zukunft entstehen bei Hollu in Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern, wie dem Fraunhofer Institut. Allein elf Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen am Standort Zirl im Bereich Forschung und Entwicklung. Vom papierlosen Büro bis zur vollautomatischen Abfüllanlage werden bisherige, händisch bediente Systeme durch neue, von rationellen Maschinen und Künstlicher Intelligenz besetzte ersetzt. „Innovation ist die Grundlage. Wir sammeln Daten, um innovative Ablaufkonzepte zu entwickeln. Dabei entstehen neue Arbeitsplätze im Bereich Datenmanagement und Unternehmenssteuerung“, sagt Meinschad und erklärt den Einsatz von Industrie 4.0 eindrucksvoll anhand der Hollu Quid-Anlage (Bild im Header, oben), die chip-basiert ein intelligentes Waschmaschinensystem steuert.
 

In der Digitalisierungsstrategie verankert ist auch, dass Hollu bedarfsorientierte Software für und gemeinsam mit Geschäftspartnern entwickelt. Mitarbeiter aus den Bereichen Produktion und Lager können in neu entstandenen Arbeitsprozessen effektiver eingesetzt werden. Mit dem digitalen Wandel steigt die Produktivität. Die Zustellung mit den 38 firmeneigenen Auslieferungsfahrzeugen erfolgt zum Großteil direkt von der Abfüllanlage. „Wir sparen 50 Prozent Lagerfläche ein. Durch die wegfallenden Personalkosten in der Produktion steigern wir unsere Wettbewerbsfähigkeit am bestehenden Standort“, zeigt Meinschad die Unternehmensvorteile der Digitalisierung auf. Ein Drittel der gesamten Logistik wurde automatisiert, die Auslieferung zum Kunden erfolgt im Nachtsprung, intelligente Bestell- und  Abwicklungssysteme ermöglichen die Zustellung innerhalb 24 Stunden. „Wir fördern die digitale Zukunft in allen Unternehmensbereichen und setzen auf Partnerschaften auf Augenhöhe, um gemeinsam Innovation voranzubringen“, zeigt sich Simon Meinschad begeistert von den dititalen Möglichkeiten für Hollu als Gestalter von Hygiene zum Wohlfühlen.
 

hollu

Mehr zum Digi‘ Stammtisch Nr. 2 bei Hollu: Sauber vernetzt: digital und persönlich

Link zum Originaltext

digital.tirol aktuell
Lifehacks und Aha-Momente

Tipps rund ums Smartphone

Mehr erfahren

Bewusst digital

Tipps für eine digital-analoge Balance

Mehr erfahren

Auswahl der digital.tirol-Projekte

digital.tirol: was 2020 geschah

Mehr erfahren

Neue digital.tirol - KMU-Förderung

99,8 Prozent der Tiroler Unternehmenslandschaft gelten als Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen - kurz KMU. An sie richtet sich die neue Förderung "digital.tirol - KMU-Förderung", die am 17.11.2020 im Rahmen der Regierungssitzung auf Antrag von...

Mehr erfahren

Events

11 Mär 2021

Digital innovieren - Chancen und Herausforderungen

Welche Potenziale bieten digitale Technologien für unternehmensindividuelle Entwicklungsprojekte? Welche Anforderungen an die Entwicklungsprozesse erwachsen aus den digitalen Produkten und Services "von morgen"?
Wirtschaftskammer Tirol in Kooperation mit dem DIH West

Mehr erfahren

26 Apr 2021

Mission Innovation Austria Week 2021

Das Forum für alle GestalterInnen und Innovationskräfte der Energiestysteme der Zukunft
Eine Veranstaltung der Standortagentur Tirol

Mehr erfahren

3 Mai 2021

ExpertInnen-Diskussion Fostering sustainable tourism: Nachhaltigkeit durch digitalen Zwilling der Alpen

Wie kann man Prozesse in Bezug auf Nachhaltigkeit und klimarelevante Verbesserungen optimieren? Welche Potenziale birgt dies für den Tourismus?
WESTRIVEUP in Kooperation mit dem DIH West

Mehr erfahren

26 Mai 2021

Online Impuls Seminar: Ideenmanagement im Innovationsbereich

Ein betriebliches Ideenmanagement hilft Unternehmen dabei, die vielfältigen Lösungsideen und -vorschläge innerhalb und außerhalb des Unternehmens systematisch zu sammeln, vielversprechende Ideen zu identifizieren und in die Umsetzung zu bringen.
Management Center Innsbruck im Rahmen des DIH West

Mehr erfahren