Bildnachweis: © Friedle

Virtuelle Realität an der IT-Hak Kitzbühel

IT-Kustos Markus Feyersinger: „Die Schüler sollen den Umgang mit VRTechnologie fürs Berufsleben lernen.“

Virtuelle Schul-Realität

Die virtuelle Realität ist an der HAK Kitzbühel eine tatsächliche – zumindest im Unterricht. Auch wenn es nur ein schlichter Aufenthaltsraum ist, nackte Wände, eine rote Tafel, ein paar Tische. Auf einem steht ein Monitor, direkt daneben ein Rechner. Nichts Ungewöhnliches für den IT-Zweig einer Schule, wäre da nicht das lange Kabel mit einer Art Brille am Ende – ein Head- Mounted Display, das einem virtuelle Welten vor die Augen zaubert.


„Das VR-Labor ist Teil unseres IT-Schwerpunkts“, sagt Fritz Eller, Administrator der Kitzbüheler Handelsakademie, „aber nicht, um den Unterricht durch virtuelles Spielen zu erweitern“, ergänzt IT-Kustos Markus Feyersinger, „sondern um den Umgang mit dieser Technologie fürs Berufsleben zu erlernen.“ Schon jetzt ermöglicht es etwa der schwedische Möbelriese seinen Kunden, Produkte – z.B. Küchen – in einem 3D-Showroom interaktiv zu erleben. Das sei erst der Anfang, sind Eller und Feyersinger überzeugt, auch andere Branchen würden vermehrt auf diese Technologie zugreifen. Die IT-Schüler sollen sich daher nicht nur in der virtuellen Welt, sondern auch in der Programmierung von Virtual Reality zurecht finden. Ganz dem Ziel entsprechend, das man sich an der HAK gesetzt hat: eine handlungs- und projektorientierte IT-Ausbildung. Dass mit dem Schuljahr 2014/15 ein IT-Zweig in Kitzbühel an den Start gehen konnte, fußt auf dem Wunsch der regionalen Wirtschaft nach einschlägig Ausgebildeten. „Informatik-Absolventen der Uni bleiben meist im Raum Innsbruck, zudem sind sie für die KMUs im Bezirk zu spezialisiert“, weiß Feyersinger.


Die IT-HAK soll mit ihrer Kombination aus Wirtschaft- und ITAusbildung den Bedarf abdecken, unter den 14-Jährigen ist die einzige IT-HAK im Unterland jedenfalls sehr gefragt. „Die Schüler kommen nicht nur aus dem Bezirk, sondern auch aus der Wildschönau, Thiersee, Kufstein und sogar Salzburg“, berichtet Eller.


HAK Kitzbühel


Dieser Beitrag ist auch im „Standort Tirol“, Ausgabe 02/2017, erschienen. Die gesamte Ausgabe mit weiteren Nachrichten aus dem Innovations- und Technologieland Tirol können Sie hier nachlesen.

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