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Industrie 4.0: Wissen vermitteln

Qualifizierungsmaßnahmen zwischen Unternehmen und Hochschulen

FFG Qualifizierungsnetze

Qualifizierungsnetze sind zeitlich begrenzte, maßgeschneiderte Qualifizierungsmaßnahmen zwischen Unternehmen und Hochschulen mit einer Förderung von max. € 500.000,- pro Vorhaben. In allen Vorhaben sind Universitäten oder Fachhochschulen gemeinsam mit Unternehmen aufgerufen, Ausbildungsangebote zu konzipieren und durchzuführen. Ziel ist es, ein maßgeschneidertes Angebot zu schaffen, das den Qualifizierungsbedarf der beteiligten Unternehmen als Ausgangspunkt hat, kooperativ und zukunftsorientiert ist.

Qualifizierungsnetz – Work Enabling Systems & Technologies (Q-WEST)

Leitung: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Thomas Ußmüller, Institut für Mechatronik

Ziel dieses Qualifizierungsnetzwerkes ist es, den beteiligten Unternehmenspartnern das notwendige Wissen im Bereich Industrie 4.0 zu vermitteln, um frühzeitig auf die geänderten Rahmenbedingungen zu reagieren und längerfristig wettbewerbsfähig zu agieren. Die wissenschaftlichen Partner, Universität Innsbruck, Fachhochschule Vorarlberg und Fachhochschule Salzburg, geben ihr Wissen in einem dreistufigen Lehrkonzept an die Unternehmen weiter und generieren dadurch ein maßgeschneidertes und nachhaltiges Wissen. Durch die fachlich weitgestreute Auswahl an vortragenden Experten aus allen Themengebieten der Industrie 4.0 werden den Unternehmen Kenntnisse am aktuellen Stand des Wissens zur Verfügung gestellt. Der dadurch schnell erzeugte fachliche Kompetenzgewinn ermöglicht es den Unternehmen rasch einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Neben dem direkten Einfluss des gewonnen Wissens auf die Umsetzung von Industrie 4.0 im eigenen Unternehmen, fördert das Qualifizierungsnetzwerk WEST die Kooperation aller beteiligten Partner und kann infolge dessen unter anderem zu weiteren Forschungsprojekten führen.

Weitere Projektpartner der Universität Innsbruck sind: Koordinationsstelle für universitäre Weiterbildung (Mag. Elisabeth Thompson), Institut für Informatik (Priv.-Doz. DI Mag. Dr. Michael Felderer) und Institut für Organisation und Lernen (Ass.-Prof. Mag. Dr. Heike Welte und Univ.-Doz. Dr. Manfred Auer).

Qualifizierungsnetz - Computergestützte Planung und Fertigung mit systematisierten Bauweisen aus Holz (ComSysBau)

Leitung: Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Michael Flach, Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften, Abteilung Holzbau

Den beteiligten Unternehmen, zum großen Teil zukunftsorientierte KMU Betriebe der Holzwirtschaft, aber auch einige Planungsbüros, soll neues Wissen zur Kompetenzsteigerung und zur Vernetzung mit computerbasierten Arbeitsmethoden und systematisierten Bauweisen für Holz- und Hybridbauten vermittelt werden. Computergestützte Planung und Fertigung mit der zugehörigen digitalen Vernetzung stellen für den Holzbau eine Schlüsseltechnologie dar, die in Verbindung mit Planungs- und Produktionsprozessen nach BIM und Industrie 4.0 erfolgreich umgesetzt werden kann. Mit diesem Wissen und einer digitalen Vernetzung im Bauen sollen die Unternehmen auf den Holzbau der Zukunft, insbesondere aber auf verdichtete, mehrgeschossige, und nachhaltige Bauweisen vorbereitet werden, um Bauwerke zu erstellen, die interdisziplinär digital vernetzt geplant und mit höchster Präzision gefertigt bzw. vorgefertigt werden. Die oft mangelnde Motivation der Firmen an Fortbildungskursen soll mit einem auf Kompetenz- und Kreativitätssteigung ausgerichteten Fortbildungskonzept und innovativen Lehrmethoden deutlich erhöht werden. Mit digitaler Vernetzung multidisziplinärer Kompetenzen und dank der Verbindung von Wissenschaft mit der Praxis soll eine zukunftsorientierte Baukultur mit hoher Kompetenz-, Qualitäts- und Motivationssteigerung geschaffen werden, wo sich Mensch und Maschine in effizienter Weise ergänzen.

Weitere Projektpartner der Universität Innsbruck sind: Koordinationsstelle für universitäre Weiterbildung (Mag. Elisabeth Thompson), Institut für Gestaltung (DI Dr. Rupert Werner Maleczek) und Institut für Organisation und Lernen (Ass.-Prof. Mag. Dr. Heike Welte und Univ.-Doz. Dr. Manfred Auer).

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