Bildnachweis: ummadum / Fotograf: Andreas Friedle

Innovation

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Warum man auch Mut zur Lücke beweisen sollte

Ob auf der Autobahn, in der Stadt oder am Land – es staut sich auf Österreichs Straßen. Einen innovativen Lösungsansatz bieten die Start-up Gründer René Schader und Thomas Angerer. Mit ihrer App ummadum entwickelten die beiden eine digitale Mobilitätsplattform, die nun österreichweit voll durchstartet. Wie die Wahl-Tiroler das geschafft haben und warum man sich von fehlenden IT-Kenntnissen nicht ausbremsen lassen sollte, verraten sie digital.tirol.

Start-up Gründer mit Umwegen
Betrachtet man die Geschichte der Start-up Gründer René Schader und Thomas Angerer wird eines klar: Geht nicht – gibt’s nicht lautet die Devise der ambitionierten Kärntner. Dass sie eines Tages gemeinsam ein Unternehmen führen werden, war jedoch nicht immer in Stein gemeißelt. „Thomas und ich kennen uns schon seit vielen Jahren. Wir sind quasi zusammen in Irschen im Oberen Drautal aufgewachsen“, erklärt Schader. Während es Angerer nach Wien zog, wo er 20 Jahre lang im Bereich Kapitalmärkte tätig war, widmete sich René in Tirol den Themen erneuerbare Energien, Mobilität und Carsharing. „Im Herbst 2016 haben wir uns nach langer Zeit wiedergesehen. Als ich dann nach Tirol gezogen bin, fragten wir uns, was wir nach all den Jahren gemeinsam umsetzen können – ummadum war geboren“, erinnert sich Thomas Angerer zurück.

Digitale Mobilitätsplattform
Mit der App wollen die Gründer den Straßenverkehr reduzieren und haben dazu eine Mitfahrbörse mit Bonussystem entwickelt. Im Gegensatz zu anderen Plattformen werden gemeinsame Fahrten mit Punkten belohnt, die in verschiedenen Geschäften in Form von Gutscheinen eingelöst werden können. Die Idee dazu hatten die Gründer nach zahlreichen Schlüsselerlebnissen. „Als ich früher regelmäßig mit dem Bus gependelt bin, sind mir viele Autos aufgefallen, die zwar in die gleiche Richtung fuhren, aber in denen sich nur eine Person befand. Der Stau war also vorprogrammiert – auch ich im Bus war davon betroffen“, weiß René Schader. Auch Thomas Angerer wurde regelmäßig mit diesem Problem konfrontiert. „Wir haben einfach viel zu viel Verkehr auf den Straßen. Für uns war klar, dass wir es schaffen müssen mehr Leute in die Autos zu kriegen. Nur so kann das Verkehrsproblem langfristig gelöst werden.“

Partner und Förderungen
Mit Mitte 30 setzten die Gründer dann alles auf eine Karte. Die nötige Unterstützung erhielten sie von der Standortagentur Tirol. „Dort informierten wir uns über potenzielle Partner und Förderungen. Wir haben beispielsweise auch das Förderprogramm Innovationsassistent genutzt und konnten damit früh exzellentes Personal aufbauen“, betont Thomas Angerer. Zwar überzeugten sie von Anfang an Investoren von ihrem Start-up, konnten das Team kontinuierlich erweitern und starke Partner für sich gewinnen, wie die Gemeinden Wattens und Schwaz, das dortige Bezirkskrankenhaus, Swarovski sowie MPreis, doch ein Problem blieb bestehen: „Thomas und ich kannten uns nicht mit der Technik aus, weder mit Codes, Programmiersprachen oder ähnlichem“, lacht

René Schader. „Den richtigen Mann oder die richtige Frau dafür zu finden, war gar nicht so einfach. 2018 ist es uns aber dann gelungen ein top Talent in diesem Bereich einzustellen.“

Tipps an Start-up Gründer
Heute sitzt das 19-köpfige ummadum Team in Wattens und Wien und kann sich über zahlreiche Auszeichnungen freuen, wie beispielsweise über den Gewinn der ITS Challenge im Rahmen des österreichischen Staatspreises für Mobilität. Auch wenn der Weg bis hierhin nicht immer leicht war, sind sich die beiden sicher: Mit starken Partnern und Teammitgliedern an ihrer Seite sowie dem nötigen Einsatz und Durchhaltevermögen ist alles möglich. Ihr Tipp: „In Tirol gibt es eine sehr gute Beratungslandschaft, deren Netzwerk man nutzen sollte. Auch Gründerzentren sind wichtig, da sie den Austausch fördern“, so Thomas Angerer. „Man braucht keine IT-Erfahrung, aber man muss die richtigen Mitarbeiter mit dem richtigen Know-how finden, um solche Unternehmen aufzubauen. Umso wichtiger ist es daher, über seine Ideen zu sprechen und aktiv auf Partnersuche zu gehen. Im Endeffekt ist es wie in der Liebe: Nur wenn man aktiv nach draußen geht, kann man sie finden“, schließt René Schader ab.

Links
ummadum
Förderungen der Standortagentur Tirol
Förderprogramm Innovationsassistent
STARTUP.TIROL
 

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