Bildnachweis: Hetwin

Digitale Unterstützung für die Landwirtschaft.

Roboter für mehr Tierwohl aus Tirol.

Digitalisierung im Kuhstall

Digitalisierung ist überall - auch in der Landwirtschaft.

Das Tiroler Unternehmen Hetwin übernimmt in Sachen innovativer Technologien eine Vorreiterrolle: Es entwickelt Roboter für mehr Tierwohl in den Stallungen. Gründer Josef Hetzenauer will mit seinen Produkten die Lebensqualität auf den Bauernhöfen steigern, mehr Zeit für die Tierbeobachtung schaffen sowie die schwere körperliche Arbeit erleichtern.                                        

Ein Roboter im Stall – das klingt erst einmal ungewöhnlich. Doch Josef Hetzenauer hat sich mit seinem Unternehmen Hetwin auf genau diese Technologien spezialisiert. Und es funktioniert: Seit der Firmengründung im Jahr 2004 konnte Hetwin zahlreiche Kunden in weltweit 16 Ländern gewinnen. „Unsere Produkte übernehmen die alltägliche körperliche Arbeit – und ersparen den Bauern sowohl Zeit als auch Kosten“, erklärt Hetzenauer.

Zukunft: Automatisierte Stallwirtschaft
Josef Hetzenauer ist mit den Problemen der Landwirte eng vertraut: Für den Betrieb der Eltern blieb neben dem eigenen Beruf wenig Zeit, deshalb suchte er nach Möglichkeiten für maschinelle Unterstützung in der Stallarbeit. Da die passende Technologie am Markt nicht zu finden war, begann er sie selbst zu entwickeln. Das Ergebnis: Ein mit Akku betriebener Fütterungsroboter. Zahlreiche Landwirte waren von seinem Prototyp begeistert und wollten diesen auch in ihre eigenen Ställe integrieren. 2004 folgte die Gründung von Hetwin. Seitdem hat sich „Aramis“ – so heißt der Fütterungsroboter – stark weiterentwickelt: Heute erledigt er fünf Arbeitsgänge – von Einwiegen über Schneiden, Mischen und Füttern und Anschieben des Futters. In den letzten Jahren sind noch weitere Roboter in den Stall eingekehrt. Der „Stallboy Feed“ beispielsweise unterstützt bei der herkömmlichen Fütterung, indem er das Futter zum Fressgitter schiebt. „Apollo“ hingegen sorgt für Sauberkeit im Stall: Der Roboter mit Akkuantrieb fährt mit einer Geschwindigkeit zwischen vier und 20 Metern pro Minute durch den Stall und reinigt die Laufflächen – seine Route berechnet er dabei selbst. Die Roboter werden auf den Stall des jeweiligen Kunden angepasst und individuell produziert.

Industrie 4.0 – Digitalisierung für mehr Effizienz und Freiraum
Was das Roboter-System bringt? „Die Roboter sorgen für mehr Effizienz in den Stallungen“, meint Josef Hetzenauer. So hätten die Landwirte beispielsweise mehr und qualitativ hochwertigere Milch, wenn den Tieren ständig frisches Futter zur Verfügung steht. Außerdem werden den Bauern zeitraubende und schwere körperliche Routinearbeiten abgenommen – und sie können ihre Ressourcen stärker auf die Tierbeobachtung und andere Tätigkeiten konzentrieren. Auch die Stallbewohner selbst profitieren von den Technologien: Genaue Aufzeichnungen über den Gesundheitszustand und Futterverbrauch garantieren eine ideale Versorgung rund um die Uhr. Was für Hetzenauer besonders wichtig ist: Mehr Freiraum in die Betriebe zu bringen. „Mit unseren Produkten kann auch die junge Generation dazu motiviert werden, die Höfe weiterhin zu bewirtschaften“, erläutert Hetzenauer. So sorgt Hetwin für eine höhere Lebensqualität der Landwirte und macht Landwirtschaft zukunftsfähig.

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