Modernes Lernkonzept und praxisorientierte Aufgaben

Auch die Ausbildung passt sich neuen Technologien und digitalen Prozessen an.

Smart Factories & Connected Learning

Leuchtturmprojekt unterstützt standortübergreifend Aus- und Weiterbildung im Bereich Industrie 4.0

In einer modernen Welt ändern sich nicht nur Arbeitsweisen oder die Kommunikation miteinander. Auch die Ausbildung passt sich neuen Technologien und digitalen Prozessen an. Nur so kann sichergestellt werden, dass junge Menschen für die Industrie 4.0 gerüstet und in der Arbeitswelt mit kommenden Herausforderungen umgehen können. Mit einem modernen Lernkonzept und praxisorientierten Aufgaben startet die Innovationsplattform Kufstein – kurz i.ku – ein einzigartiges Projekt: „Smart Factories – Connected Learning “. Das Ziel: Standortübergreifend die Aus- und Weiterbildung von Nachwuchskräften sowie Erwachsenen im Bereich Industrie 4.0 zu unterstützen und Wirtschaft, Forschung und Bildung stärker zu vernetzen.

Neue Lernmodelle

Um das Prinzip der Smart Factories – also der „smarten Fabriken“ - zu verstehen, muss zuerst das Modell „Connected Learning“ erklärt werden. Grundsätzlich vereint das Konzept selbstständiges, gemeinsames, und problemorientiertes Lernen. „Wir setzen das Modell in einen sehr engen Kontext mit Industrie 4.0. Hier lösen Lehrlinge und Studierende authentische Aufgaben aus der Praxis. Das gelingt nur, wenn sie sich selbständig und mit verschiedenen Tools Lernstoffe beibringen und im Team arbeiten“, weiß Heinz Lechner, Kommunikationskoordinator i.ku. Es wird also eine vernetzte, digitale Lernumgebung für die Schüler der TFBS Kufstein-Rotholz und Studierende der FH Kufstein Tirol geschaffen. Gemeinsam erarbeiten Lehrlinge und Studierende in Abstimmung mit STIHL Tirol Lösungen im Bereich der Automatisierungs- und Fertigungstechnik. „Ganz im Sinne des integrierten Lernens werden Studierende an der Berufsschule vortragen. Umgekehrt unterweisen die Lehrlinge die Studierenden in Fertigungstechnologien wie Drehen oder Fräsen“, zeigt sich Lechner vom Konzept begeistert.

Industrie 4.0-nahe Produktionsräume

„Die Smart Factories sind modernen Produktionsabläufen aus der Industrie nachempfunden. An der FH Kufstein Tirol, an der TFBS Kufstein-Rotholz sowie bei der Firma STIHL haben wir je einen Produktionsraum installiert. Hier können die Kernkompetenzen der einzelnen Institutionen vermittelt werden“, erklärt Lechner. An den drei Standorten kommen unterschiedliche Technologien zum Einsatz, welche die digitalen Arbeitsschritte einer modernen Fertigung abbilden. An der Fachhochschule befindet sich eine modulare Lernfabrik, in der die Studierenden neueste Technologien und Methoden testen können. Sie entwickeln dort Prototypen für Industrie 4.0-Lösungen. Die Berufsschüler tüfteln in ihrer Smart Factory an effizienten Fertigungsabläufen. Dank modernster Ausstattung wie CNC-Bearbeitungsmaschinen, fahrerlose Transportsysteme, Roboter und ERP-Systeme lernen sie praxisorientiert die Industriestandards kennen. In der Lernfabrik der Firma STHIHL liegt der Fokus auf Qualitätssicherung bei der Endmontage der Bauteile. Diesen Prozess unterstützen Roboter und Augmented Reality.

Erstes Leuchtturmprojekt

Initiiert von i.ku wurde das Projekt in Kooperation mit der FH Kufstein Tirol und der TFBS Kufstein-Rotholz sowie mit den Partnern STIHL Tirol und Kufgem GmbH 2018 ins Leben gerufen. Mit der Eröffnung und Inbetriebnahme seiner Smart Factories schloss das vom Land Tirol als Leuchtturm geförderte Projekt einen ersten Teil erfolgreich ab.

www.connected-learning.at
www.fh-kufstein.ac.at
www.iku.tirol
www.tfbs-kufstein.tsn.at
www.kufgem.at
www.stihl-tirol.at

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