"Sprich mit Lawinenvorhersage Tirol"

Digital Hero 2019

Smart Assistant kennt Lawinenlagebericht

Digital Hero Tobias Kupek brachte dem Sprachassistenten die Anwort bei.

Helm, Pieps, Schaufel und Sonde – der Rucksack für einen Tag abseits der Skipisten ist gepackt, Vorfreude und Ungeduld sind groß. Bleibt bloß noch die Frage zu klären, wie die Lawinensituation am Zielort aktuell aussieht. Lawinenlageberichte sind essentiell für die Sicherheit jedes Freeriders. Damit Wintersportler zukünftig die Gefahrenlage öfter und erfragen beurteilen können, hat der Digital Hero Tobias Kupek die Aktion „Lawinenvorhersage Tirol“ für den Google Sprachassistenten entwickelt.

Sprachassistent wird zum Bergführer

„Dass ich auf die Idee gekommen bin, war eher Zufall. Auf dem Weg ins Stubaital wollte ich noch fix die Lawinenlage prüfen. Leider gab es keine Möglichkeit, meinen Sprachassistenten dazu zu befragen. Je einfacher und schneller die Abfrage jedoch funktionieren würde, desto häufiger greifen Menschen darauf zurück“, erinnert sich digital Hero Tobias Kupek. Darum brachte er seinem Sprachassistenten im Rahmen eines privaten Projekts selbst die Antwort bei. Grundsätzlich handelt es sich bei der Sprachsteuerung um eine Software, die wie ein persönlicher Assistent fungiert, indem gesprochene Worte erkannt und verarbeitet werden. Mit dem Auftrag „Hey Google, frage Lawinenvorhersage Tirol nach Stubaier Gletscher“, wird eine genaue Auskunft über die aktuelle Lage am Berg gegeben.

Lawinenrisiko minimieren

Der Sprachassistent liefert in Sekundenschnelle Auskunft, ob eine Gefahr besteht und um welches Lawinen-Problem es sich handeln könnte. Grundsätzlich unterscheidet der Bericht zwischen Neuschnee, Triebschnee, Altschnee, Nassschnee und Gleitschnee. Die Lawinengefahr wird dabei in 5 Gefahrenstufen eingeteilt, von geringem Risiko auf Stufe 1 zu sehr hohem Risiko auf Stufe 5. „Die Hauptschwierigkeit bei der Programmierung lag in der Vielfalt der Daten“, erklärt der Entwickler. Der Assistent muss zwischen täglich wechselnden Regionen, Berichten für Vormittag und Nachmittag, sowie Geocodierung des Nutzerstandorts unterscheiden. Somit reicht nun ein kurzer Sprachbefehl aus, um die Lage im Skigebiet selbstständig einzuschätzen und gegebenenfalls eine alternative Region auszusuchen.

Für alle smarten Geräte

Für dieses Projekt greift Kupek auf als Open Data zur Verfügung stehenden Daten des avalanche.reports zurück. „Das ist eine super Sache, weil man die Daten dann kostenfrei in anderen Projekten verwenden kann“, freut sich der digital Hero. Zu Beginn war die Funktion ausschließlich für Android Benutzer mit Google Assistant verfügbar. Eine Erweiterung auf Amazon Alexa ist geplant.

Zurück