Bildnachweis: Universität Innsbruck

Digitale Unterstützung für alle wissenschaftlichen Disziplinen

Uni Innsbruck richtet Digital Science Center ein.

Forschen wird digital

Forschen, das macht man heutzutage noch analog: Thesen aufstellen und Bücher wälzen. Richtig? Nicht ganz!

Inzwischen sind digitale Methoden auch aus Forschung und Wissenschaft kaum mehr wegzudenken. Innovative Computertechnologien werden verstärkt dazu eingesetzt, große Datenmengen zu verarbeiten und zu analysieren. Und um das volle Potenzial dieser neuen Möglichkeiten auszuschöpfen, hat die Uni Innsbruck jetzt das Digital Science Center, kurz DiSC, eingerichtet.

Vom Datensatz zum Forschungsergebnis

Vom Digital Science Center profitieren an der Universität Innsbruck zukünftig alle wissenschaftlichen Disziplinen vom digitalen Fortschritt. In nahezu allen Studiengängen können digitale Methoden der Datenverarbeitung dabei helfen, Lösungen für wissenschaftliche Fragestellungen zu finden. „Die Wissenschaft produziert enorme Datenmengen. Diese müssen analysiert und weiterverarbeitet werden, um zu entsprechenden Forschungsresultaten zu kommen. Diese Arbeit soll das DiSC für die Wissenschaftler maßgeblich erleichtern“, erklärt Univ.-Prof. Justus Piater, Leiter des Digital Science Centers. Über die Software und der darauf verwendeten digitalen Daten können beispielsweise Texte schneller auf grammatikalische Strukturen untersucht, Gebäudemodelle virtuell umgesetzt oder Rechtsdatenbanken nach bestimmten Kriterien analysiert werden.

Eine Schnittstelle zwischen den Fakultäten

Das DiSC konzentriert sich vor allem darauf, die Digitalisierung aller Fachwissenschaften zu unterstützen – 12 Fakultäten der Uni Innsbruck sind bereits mit an Bord. Darum ist es keinem der verschiedenen Bereiche zugeordnet, sondern hat eine eigene fakultätsübergreifende Struktur mit eigenem Personal. „Die Bündelung unter einem Dach als eine Anlaufstelle für alle Fakultäten soll es zudem auf lange Sicht ermöglichen, Synergien zu nutzen, da die verwendeten Methoden häufig für die verschiedenen Bereiche gleich oder zumindest ähnlich sind“, so Piater.

Wissen weitergeben

Letztlich soll das Digital Science Center auch in den Lehrbetrieb eingebunden werden. Aus diesem Grund hat die Universität Innsbruck die Ergänzung „Digital Science“ mit fünf verschiedenen Modulen entwickelt, die von einer Einführung in die Welt des Programmierens bis hin zu rechtlichen und ethischen Fragestellungen reichen – immer mit dem übergeordneten Ziel den Umgang mit digitalen Methoden zu vertiefen. In Zukunft können alle Bachelor- und Master-Studenten das Ergänzungspaket in ihren Lehrplan integrieren oder einzelne Kurse absolvieren.

 

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