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Netzstabilität aktuell gegeben

Was Homeoffice für den Datenverbrauch bedeutet

Wenn immer mehr von uns im Homeoffice arbeiten, ist eine stabile Netzinfrastruktur essentiell.

Durch die geltenden Verkehrsbeschränkungen sind viele Tirolerinnen und Tiroler angehalten, zu Hause, also im Homeoffice, zu arbeiten. Bezüglich Datenverbrauch im Internet bedeutet das: Zu der routinemäßig anfallenden Datennutzung etwa durch Filesharing wird zusätzlich Datenvolumen etwa zur Kommunikation mit Kolleginnen und Kollegen verbraucht, da man eben nicht mehr "über den Tisch" reden oder schnell zur Kollegin oder zum Kollegen ins Büro nebenan gehen kann. Dazu kommen Freizeitaktivitäten, die sich zwangsläufig vermehrt ins Netz verlagern, etwa der Austausch mit Verwandten und Bekannten sowie Streaming von Filmen. Sind unsere Netze dafür gerüstet?

Laut aktuellen Medienberichten bestätigen „3“, A1 und „Vienna Internet Exchange“ von gestiegenem Datenverbrauch der Kunden, Magenta und „3“ gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Tagen fortsetzen wird. Alle betonen aber, dass sie über ausreichende Kapazitäten verfügten, selbst wenn der Verbrauch weiter steigen sollte. Dieser Meinung ist auch die Telekom-Regulierungsbehörde RTR, wenngleich es zu Engpässen bei einzelnen Firmennetzwerken kommen kann, etwa wenn viele Mitarbeiter gleichzeitig von außerhalb via VPN einloggt sind. Jedoch verbrauche die Heimarbeit Datenvolumen eben untertags und damit nicht in den Spitzenzeiten am Abend. Gleichzeitig wird aktuell das Roaming deutlich weniger genutzt: einerseits durch den Rückgang im Tourismus, andererseits durch die Abnahme von Dienstreisen nach Österreich. Wenn derzeit Plattformen und Tools nicht funktionieren, liege das nach übereinstimmenden Aussagen der Netzbereiber nicht an der Internetverbindung, sondern an fehlenden Serverkapazitäten. Diese Erfahrung machen derzeit manche NutzerInnen von Microsoft Teams.

Prinzipiell können Netzbetreiber keine Anwendungen priorisieren, also Bandbreite oder Datenvolumen etwa für Telearbeit reservieren. Dem steht die Netzneutralität in Österreich entgegen.

Wenn Netz-Probleme beim Homeoffice auftreten, muss das nicht von vornherein mit überlasteten Netzen oder mangelnden Kapazitäten zu tun haben. Hier ein paar Tipps zur ersten Selbsthilfe:

  • manchmal kann einfach der Neustart des Geräts helfen
  • wer über WLAN arbeitet, sollte den Router in der Nähe zu einem Fenster platzieren, damit dieser leicht sein Signal empfangen kann, das eigene Arbeitsgerät wiederum sollte möglichst in der Nähe des Routers verwendet werden
  • Wasser blockiert: So kann etwa ein Aquarium, das zwischen Router und Endgerät steht, die Datenübertragung negativ beeinflussen
  • Sollte der Router weit entfernt sein, das Signal mehrere Räume oder Stockwerke versorgen oder im Gebäude Stahlbeton verarbeitet sein, kann ein Repeater Abhilfe schaffen

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