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Gemeinsam mehr erreichen

Geben und Nehmen und neue Sichtweisen erlangen durch Open Innovation.

Open Innovation in Tirol

Laufend neue Innovationen auf dem Markt bringen zu müssen, steigende Entwicklungskosten sowie knappe Ressourcen betreffen auch heimische Unternehmen. Eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken ist Open Innovation. Was man darunter versteht und welche Initiativen in Tirol angeboten werden, erfahren Sie hier.

Unternehmen öffnen für Innovationen
Open Innovation – also offene Innovationen – entstehen, indem Firmen ihre Entwicklungsprozesse öffnen. Sie nehmen externes Wissen mit auf oder geben bereits intern entwickelte Technologien oder Produkte für Externe frei. Natürlich kann auch beides in einem Unternehmen vorkommen. Ziel aller Open Innovation-Prozesse ist, Qualität und Geschwindigkeit der Innovationen zu steigern. Zudem reduzieren Unternehmen so das Risiko, fehlerhafte oder von den Kunden nicht nachgefragte Produkte zu entwickeln. Auch die Kosten können so vermindern werden.

Innovationen durch externes Know-how
Wenn Unternehmen auf externes Wissen zurückgreifen, um Produkte zu entwickeln, sprechen wir von einem Outside-In-Prozess. Dabei können unterschiedliche Stakeholder um ihren Input gebeten werden. Das fängt bei den eigenen Mitarbeitern an. Denn oft hatten Kollegen aus anderen Abteilungen bereits Erfahrung mit bestimmten Problemen oder haben sich Gedanken zu Produkten gemacht. Lieferanten etwa bringen meist in einem gemeinsamen Workshop wertvolle Ansätze ein. Mit dem Know-how des Lieferpartners können etwa neue Einzelteile entwickelt werden. Kunden hingegen werden häufig über Wettbewerbe angehalten, ihre Produktideen ein zu melden. Hier liefern meist fortschrittliche Verbraucher wertvollen Input. Sie nutzen Produkte oft in ungewohnten Situationen oder wenden sie außerhalb ihres ursprünglichen Einsatzgebiets an. Mit diesen Informationen berücksichtigen Unternehmen dann neue Aspekte für die Weiterentwicklung. Auch wissenschaftliche Erkenntnisse fließen über Kooperationen mit Forschungsinstituten und Hochschulen in den Innovationsprozess ein.

Internes Wissen weitergeben
Im Gegensatz dazu steht der Inside-Out-Prozess. Dieser zeigt, dass die Entstehung einer Innovation und die Nutzung ebendieser nicht zwangsmäßig am selben Ort stattfinden muss. Inside-Out bedeutet, internes Wissen an Externe weiterzugegeben – ein für viele Unternehmen oftmals undenkbarer Schritt. Darunter fallen beispielsweise Innovationen, die nicht zum operativen Geschäft passen. Ein bekanntes Beispiel ist Teflon. Denn die Beschichtung für Küchenutensilien wurde ursprünglich für Weltallmissionen entwickelt. Andere Technologien sind in der eigenen Branche bereits etabliert, in anderen Industrien hingegen gelten sie als absolute Neuheit. Dazu zählen etwa Technologien, die im IT-Bereich schon zu langsam und daher veraltet sind. Ein Automobilkonzern hingegen läutet mit der Verwendung ebendieser Technologie unter Umständen eine neue Generation von Autos oder Motoren ein.

Open Innovation-Initiativen in Tirol
Über die letzten Jahre hinweg entwickelten sich auch in Tirol zahlreiche Initiativen, die Innovationen und Kooperationen fördern. Sie sind Anlaufstellen für heimische Unternehmen, die ihren Entwicklungsprozess öffnen möchten.

  • Digital Innovation Hub West (DIH West): Im DIH West erhalten KMUs Unterstützung bei der digitalen Transformation. Ob für die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten oder für neue Innovationen, der DIH West erleichtert den Zugang zum Know-how der beteiligten Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Partner des DIH West sind Hochschulen, Interessensvertretungen und Unternehmen aus Vorarlberg, Tirol und Salzburg. Hier erfahren Sie mehr zum DIH West.
  • Alpine Tech Innovation Hub: Die Plattform dient zum regionalen und internationalen Austausch und zur Förderung von Innovationen im Bereich alpiner Technologien. Unternehmen mit Fokus auf Lösungen für den alpinen Raum finden in den angebotenen Programmen branchenübergreifenden Input, Experten und Kooperationsmöglichkeiten.
  • Innovation Days: Bei den Innovation Days präsentieren Unternehmen ihre Entwicklungs-Challenge. Die Teilnehmer haben daraufhin 48 Stunden, um im Team eine Lösung zu erarbeiten. Nach der Präsentation wird ein Gewinnerteam gewählt. Kreative Herangehensweisen und im besten Falle eine Antwort auf die Challenge sind garantiert.

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